GHS

Global harmonisiertes System zur Einstufung und Kennzeichnung von Chemikalien

GHS steht für eine einheitliche Einstufung und Kennzeichnung von Gefahrstoffen, die vorrangig in der Produktion essenziell und somit von großer Bedeutung für die Inverkehrbringer von Chemikalien ist. Etiketten mit einheitlichen Piktogrammen, Gefahrenhinweisen und Sicherheitshinweisen informieren Nutzer:innen über gefährliche Stoffeigenschaften und die sich daraus ergebenden Maßnahmen.

Was bedeutet GHS?

Besonders im globalen Handel und Transport, aber auch im Arbeitsschutz und bei Verbraucher:innen kam es zu Missverständnissen durch verschiedene Symbole auf Substanzen mit Gefahrstoffen. Um die Einstufung und die Kennzeichnung mit Gefahrensymbolen weltweit zu vereinheitlichen, wurde das global harmonisierte System im Juni 2015 eingeführt.

GHS-Drucker

Entwicklung von GHS

Bereits 1992 erfolgte in Rio de Janeiro auf der Konferenz der Vereinten Nationen über Umwelt und Entwicklung (UNCED) der Beschluss für die einheitliche Kennzeichnung. Dieses Mandat, niedergeschrieben in Kapitel 19 der Agenda 21, sollte bis zum Jahr 2000 durchgesetzt werden. Schließlich ist 2003 die erste Ausgabe des GHS als „Purple Book“ erschienen und wird seither kontinuierlich überarbeitet und verbessert.

Gefahr-Verordnung in der EU

2008 führt die EU mit der Verordnung über die Einstufung, Kennzeichnung und Verpackung von Stoffen und Gemischen (Regulation on Classification, Labelling and Packaging of Substances and Mixtures) das GHS ein, welches 2009 offiziell in Kraft getreten ist. Somit gilt in allen EU-Mitgliedsstaaten die Verordnung und ersetzt die bisherige europäische Stoffrichtlinie und Zubereitungsrichtlinie. Spätestens seit 2015 müssen Stoffe und Gemische mit Kennzeichnungen gemäß GHS/ CLP-Verordnung bedruckt werden. Diese Änderung betrifft nicht nur Hersteller, sondern auch Lieferanten und Importeure, die fortan mit GHS-Etiketten arbeiten müssen.

Grundlagen und Struktur

Festgelegt werden unter anderem

  • Einstufungskriterien von Stoffen und Gemischen,
  • Vorgaben zur Verpackung und Kennzeichnung,
  • dazu notwendige Elemente zur Kommunikation der Gefahren sowie
  • gesonderte Kennzeichnungen für bestimmte Gemische.

Während die Kriterien in Form eines Textes festgehalten werden, dienen standardisierte Piktogramme der Visualisierung von Gefahren. Es wird unterschieden zwischen

  • physikalisch-chemischen Gefahren,
  • Gesundheitsgefahren und
  • Umweltgefahren.

Gefahren und Gefahrenklassen

Gefahrenklassen beschreiben die Art der Gefahr und sind abhängig vom Gefährdungspotenzial, was von den intrinsischen Eigenschaften der einzelnen Chemikalien ausgeht. Die weitere Unterteilung erfolgt in Gefahrenkategorien, die die Intensität ausdrücken. Es gibt insgesamt

  • 16 Klassen für physikalisch-chemische Gefahren,
  • 10 Klassen für Gesundheitsgefahren und
  • 1 Klasse für die aquatische Umwelt.

Die jeweilige Kategorie wird mit einer Zahl dargestellt, der ein Buchstabe angehängt werden kann, welcher den Gefahrentyp noch weiter differenziert.

Piktogramm und Signalwort

Das Gefahrensymbol hängt von der Gefahrenkategorie ab und lässt sich an der rot umrandeten Raute und dem sich darin befindlichen zumeist selbsterklärenden schwarzen Piktogramm mit weißem Hintergrund erkennen. Gemäß der CLP-Verordnung soll es chemische Substanzen und die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen kennzeichnen.

Immer in Verbindung mit einem oder auch mehreren Symbolen steht ein Signalwort auf dem GHS-Etikett: Entweder Gefahr (danger) für schwerwiegende Gefährdungen oder Achtung (warning) für weniger schwerwiegenden Gefahrenkategorien.

Gefahrenhinweise und Sicherheitshinweise
Früher haben R-Sätze (risk statements) und S-Sätze (safety statements) auf Gefahren und sicherheitsbezogene Informationen hingewiesen, doch mit der Einführung des GHS wurden diese mit den H-Sätzen (hazard statements) und den P-Sätzen (precautionary statements) abgelöst. Überdies gibt es noch die EUH-Sätze für besondere Gefährdungen, die das GHS nicht berücksichtigt.

H-Sätze und P-Sätze setzen sich zusammen aus dem jeweiligen Buchstaben, gefolgt von einer dreistelligen Zahl. Die erste Ziffer bei den H-Sätzen gibt die Gefahrenklasse an

  • H2.. für physikalische Gefahren
  • H3.. für Gesundheitsgefahren
  • H4.. für Umweltgefahren

Die erste Ziffer bei den P-Sätzen hat folgende Bedeutungen

  • P1.. Allgemeines
  • P2.. Prävention
  • P3.. Reaktion
  • P4.. Lagerung
  • P5.. Entsorgung

Dabei sind bestimmte P-Sätze den H-Sätzen fest zugeordnet, was bedeutet, dass bei mehr H-Sätzen auch die Anzahl der P-Sätze steigt. Allerdings soll, wenn nicht dringend nötig, die Anzahl der P-Sätze nicht über 6 liegen.

GHS-Drucker

Während sich die Inverkehrbringer und Hersteller um die Einstufung chemischer Stoffe kümmern, sorgt die Druckindustrie für geeignete Geräte, die die Gefahrstoff-Kennzeichnung erst ermöglichen und auch Softwares, mit der das Erstellen von GHS-Etiketten schnell und ohne Komplikationen vonstattengeht.

Damit die Hinweise und Gefahrensymbole selbst bei rauen Verhältnissen jederzeit erkennbar sind, wird eine zuverlässige Lösung für den Druck, also das Labelling gebraucht. Neben den Kriterien für einen üblichen Drucker, unter anderem ein schneller Druck, also die Druckgeschwindigkeit, wird von industriellen Druckern eine besonders hohe Auflösung erwartet.

GHS Drucker sind speziell zur Erstellung von GHS-konformen Etiketten, also Gefahrstoff-Etikettierung konzipiert, die Gefahrenhinweise enthalten.

Ebenso bestehen hohe Anforderungen an das Material der Etiketten, da diese auch Temperaturschwankungen sowie Feuchtigkeit standhalten müssen. Diese robusten Etiketten, aber auch die Tinte gelten als besonders langlebig, haltbar, wasserfest und lichtbeständig.

Neben Etiketten und somit der Verpackung chemischer Substanzen werden auch die Sicherheitsdatenblätter zu den Produkten mit GHS-Symbolen, Hinweisen und Signalwörtern bedruckt. Aufgrund der GHS/ CLP-Verordnung benötigen diese Drucker lediglich zwei Farben, Schwarz und Rot. Durch diese einfache Struktur ist die Druckgeschwindigkeit sehr hoch und die Drucker können für eine schnelle Fertigung sorgen.

GHS Drucksysteme

Ein GHS-fähiger Drucker ist als Einzelblatt- und Endlos-Vollfarb-Laserdrucker und als Thermotransferdrucker erhältlich. Sie bieten verschiedene Vorteile, die je nach Verwendung in Ihrem Unternehmen gewichtet werden müssen. Die GHS-Etiketten müssen resistent gegen Salzwasser und Gefahrstoffe, wie Chemikalien sein.

Jedes Unternehmen benötigt also eine Software oder eine Lösung, mit der Sie Etiketten bedrucken können. Die meisten Etikettendrucker können auf Kunststoff-Etiketten drucken oder aber auf normalem Papier, je nach Anwendungsbereich. Für weitere Informationen zu den Druckern kontaktieren Sie uns gerne!

Geeignete Etikettendrucker

In unserem Sortiment finden Sie diverse Drucker zur Kennzeichnung von Etiketten. Die Epson ColorWorks Modelle ermöglichen den Druck eines Etiketts in besonders hoher Qualität und mit Sonderfarben aus Formaten wie PDF oder anderen Dateiformaten. Die Auflösung des Colorworks C7500 von Epson beträgt 600 × 1200 dpi. Wir führen aber auch Geräte der CAB XC-Serie, unter anderem den CAB XC4. Natürlich unterstützen diese Drucker die GHS-Kennzeichnung für Etiketten. Gerne geben wir Ihnen zusätzliche Informationen zum Zubehör, den Preisen und der Funktionsweise der GHS-Drucker.

Wir beraten Sie gerne zu diesem Thema und zeigen Ihnen unter anderem auch gerne andere Optionen, die eine Lösung für Ihre individuelle Drucksituation bieten können.

Ihr Ansprechpartner

Sascha Gavric

Dank unserer langjährigen Kompetenz und unserem hochwertigen Produktportfolio finden wir gemeinsam das für Sie passende Produkt. Bei spezifischen Fragen stehen wir Ihnen sehr gerne zur Verfügung.

Sie haben noch Fragen? Wie können wir Ihnen weiterhelfen?

Was ergibt 2+4?

This post is also available in: Französisch